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27.01.2012 09:21 — Postbank: Gute Aussichten für asiatische Schwellenländer

Bonn (fondsweb.de) - Die Aktienkurse von Schwellenländern sind im vergangenen Jahr weit hinter der tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeblieben. Nach Berechnungen der Postbank ist die Wirtschaft der "Emerging Markets" 2011 durchschnittlich um rund sechs Prozent gewachsen, doppelt so stark wie die Weltwirtschaft insgesamt. Trotz dieser soliden Entwicklung habe der MSCI Emerging Markets, der Dividendentitel aus 21 Schwellenländern umfasse, rund zwanzig Prozent eingebüßt. Die Volkswirte der Postbank sehen daher gute Chancen, dass 2012 auch die Aktienkurse der weiter guten konjunkturellen Entwicklung folgen und kräftig anziehen. "Die besten Aussichten gestehen wir den asiatischen Schwellenländern, angeführt von China, zu. Sie sind gut aufgestellt, um die von Euroland ausgehende Wachstumsabschwächung abzufedern", sagt Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Deutschen Postbank AG.


Dabei lohne sich nicht nur ein Blick nach China, das inzwischen von vielen Analysten als ein wichtiger Taktgeber für die Weltwirtschaft insgesamt gesehen werde. Auch kleinere asiatische Schwellenländer hätten viel zu bieten. Länder wie Südkorea, Indonesien oder Thailand reichten mit ihrem Wirtschaftswachstum zwar nicht ganz an die Kraft des Reiches der Mitte heran, müssten sich im internationalen Vergleich aber nicht verstecken.


Südkorea


Viele Konzerne des kleinen Landes haben sich weiterentwickelt. Sie sind nicht mehr nur die Produzenten von Billigprodukten, sondern stehen global in intensivem und erfolgreichem Wettbewerb auf Augenhöhe mit den weltweiten Marktführern, sei es Samsung mit Apple im Bereich Smartphones oder Tablet PCs oder Hyundai und KIA mit westlichen Autobauern wie Volkswagen oder den direkten Konkurrenten vor Ort aus Japan. Mit welcher Schlagzahl die südkoreanischen Konzerne unterwegs sind, wird an der Höhe ihres jährlichen Investitionsvolumens deutlich. Samsung will 2012 die Rekordsumme von 33 Milliarden Euro investieren. Dies sind zwölf Prozent mehr als 2011. Von Krisenstimmung ist in Südkoreas Industrie wenig zu spüren, schreibt die Postbank.


Indonesien


Mitten in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise erreichte die indonesische Volkswirtschaft nach Angaben der Postbank einen Zuwachs von mehr als vier Prozent. Ein Schlüssel zu diesem Erfolg sei das Potenzial des Binnenmarktes mit seinen 240 Millionen Menschen. So falle es leichter, externe Schocks abzufedern. Ferner profitiere das Land der 17.000 Inseln von seinem Rohstoffreichtum. Indonesien beheimate unter anderem die größte Gold- und eine der größten Kupferminen der Welt. Hinzu komme, dass ausländische Direktinvestitionen reichlich ins Land fließen würden. 2011 hätten sie sich auf 19,3 Milliarden US-Dollar belaufen.


Thailand


Vielen Beobachtern sei erst im Rahmen der größten Flutkatastrophe der letzten fünfzig Jahre vom Herbst vergangenen Jahres bewusst geworden, dass Thailand viel mehr sei als nur ein Urlaubsparadies. Plötzlich sei die Rede gewesen von Produktionsausfällen in Fabriken zur Fertigung von PC-Festplatten mit deutlichen Auswirkungen auf die globale PC-Industrie. US-Konzerne und Global Player wie Intel hätten reduzierte Umsatzerwartungen mit diesen Auswirkungen bewirkt. Die gute Nachricht für Thailand: Viele der dort ansässigen Unternehmen hielten dem Land die Treue und würden die Fabriken wieder aufbauen. Dies bringe neben den heimischen Wiederaufbauhilfen zusätzliche Investitionen.




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