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20.12.2011 16:09 — US-Aktien sind unterbewertet

Frankfurt (fondsweb.de) - Viele US-Aktien sollten sich in der ersten Jahreshälfte 2012 gut entwickeln, denn wenn man die Bilanzen und die zunehmende Bereitschaft zu Dividendenzahlungen berücksichtigt, sind viele amerikanische Aktien derzeit unterbewertet, so die Meinung von Hersh Cohen, Chief Investment Officer der Legg Mason-Tochter ClearBridge Advisors. Für extrem unterbewertet hält er hochqualitative Blue-Chips-Unternehmen.


"Die Kurse amerikanischer Aktien berücksichtigen ein sehr negatives Szenario, und hochwertige Aktien nehmen sogar den denkbar schlechtesten Ausgang vorweg", so Hersh Cohen, "wir sehen kein amerikanisches Marktsegment, welches derzeit überbewertet ist. Aber die Unternehmen sind gut bei Kasse und bei Dividenden sowie Aktienrückkäufen stark engagiert. Selbst einige herausragende zyklische Aktien werden derzeit zu sehr attraktiven Bewertungen gehandelt".


Cohen setzt besonders auf international bekannte Unternehmen, die sich schon lange aktionärsfreundlich verhalten und während des generellen Pessimismus am Markt ungerechtfertigt gelitten haben. "Wir favorisieren Spitzenunternehmen, deren KGVs nachgegeben haben und die mittlerweile so negativ eingeschätzt werden, dass es pessimistischer kaum noch geht. Dadurch begrenzen wir das Verlustpotenzial", erläutert Hersh Cohen.


Cohen nennt dabei unter anderem Microsoft, Exxon und Walmart, obwohl letzteres Unternehmen vom US-Verbraucherverhalten abhängig sei. "Walmart hat sich während der Krise ganz ausgezeichnet gehalten", sagt Cohen. Die Gesellschaft habe sowohl bei ihren Kunden als auch im Hinblick auf die Aktionäre alles richtig gemacht. Microsoft wiederum sei einfach eine Goldgrube. Die Gewinne des Unternehmens würden jedes Jahr steigen. Das gelte auch für die Dividenden, die derzeit bei 3 Prozent liegen würden. Zudem bringe Microsoft demnächst die neue Office-Software auf den Markt."


"Exxon wiederum hat seit dem Zweiten Weltkrieg jedes Jahr Dividenden gezahlt und seinen Aktionären so kumuliert 14 Prozent zurückgegeben", erklärt Cohen. Das Geschäftsmodell funktioniere in allen Marktphasen, und die Gesellschaft verhalte sich gegenüber den Aktionären richtig."


Im Hinblick auf 2012 meint Cohen: "Wenn es in den kommenden sechs Monaten Überraschungen gibt, dann wohl eher positive. Aber wenn sich in der zweiten Jahreshälfte die Sparmaßnahmen der US-Regierung bemerkbar machen, könnte sich die Lage allerdings eintrüben."

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