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27.05.2011 09:45 — Schwellenländer-Währungen schlagen Leitwährungen

Frankfurt (fondsweb) - Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren deutlich an Einfluss gewonnen. Dies dürfte durch ihre zunehmende wirtschaftliche Stärke auch in den kommenden Jahren anhalten. Damit gewinnen auch die Währungen an Bedeutung - und werten dadurch auf, erklärt Uta Fehm, Expertin für Schwellenländeranleihen bei UBS und Portfoliomanagerin des UBS Emerging Economies Fund - Global Short Term. Daran ändere auch die jüngste Phase mit einem etwas stärkeren US-Dollar nichts. Die Expertin geht davon aus, dass die US-Währung noch länger an einer strukturellen Schwäche leiden wird. Zudem hätten viele EM-Währungen in der Finanzkrise zu Unrecht abgewertet, obwohl das fundamentale Umfeld stabil gewesen sei - das schaffe nun Aufholpotenziale und lasse Risikoprämien weiter sinken. Das eröffnet Investoren gute Möglichkeiten, gezielt neue Positionen in Schwellenländer-Währungen aufzubauen, erklärt Fehm.


Den Grund für die Outperformance der Schwellenländer-Währungen sieht Fehm in einem soliden wirtschaftlichen Umfeld einerseits und einer höheren Verzinsung der EM-Geldmarktinstrumente andererseits. Das starke Wachstum ziehe eine ansteigende Inflation nach sich, die wiederum zu steigenden Zinsen führe. Während der Leitzins der Europäischen Zentralbank 1,25% betrage und der in den USA oder in der Schweiz sogar nur bei 0,25% liege, rentierten Währungsinvestments in den Schwellenländern bei circa 5% p.a. Die hohe Verzinsung einerseits und eine erwartete weitere Währungsaufwertung andererseits dürften auch weiterhin zu attraktiven Anlageergebnissen in Schwellenländer-Währungen führen, betont Fehm.

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