Frankfurt (fondsweb) - Der MSCI Asia ex Japan-Index legte im April zu. Gestützt wurde er dabei durch unerwartet erfreuliche Unternehmensgewinne in den USA sowie in Asien. Innerhalb der Region entwickelten sich die Börsenplätze Thailand, Taiwan und Korea am besten, wohingegen die Märkte Indien, China und Malaysia unterdurchschnittlich tendierten, berichtet das Fondsmanagement von Barings.. Unserer Meinung nach wird die Tendenz der asiatischen Börsenplätze auch weiterhin durch solidere Unternehmensgewinne gestützt. Angesichts der robusten Binnennachfrage in Asien werden die jüngsten Zinsanhebungen dort das Wirtschaftswachstum unserer Meinung nach vermutlich nicht stoppen. Eine Gefahr geht aber von höheren Ölpreisen aus. Darüber hinaus wird der Verbraucherpreis-Index derzeit infolge des schlechten Wetters von Angebotsengpässen nach oben getrieben, heißt es weiter. Falls die Teuerungsrate dann aber etwa im Juni bzw. im Juli ihren Zenit erreiche, sollte sich die Aufmerksamkeit auch wieder auf die Unternehmensgewinne als den für die Tendenz des Marktes entscheidenden Faktor richten. Gleichzeitig sei der Markt nach wie vor attraktiv bewertet. Barings richte sein Augenmerk in diesem Monat vor allem auf die attraktiven Märkte Korea und ASEAN.
Der koreanische Aktienmarkt sei im Monatsverlauf (in lokaler Währung) um mehr als 4% angestiegen und habe somit ein neues Allzeithoch erreicht. Da sich die Märkte weltweit von den schockierenden Ereignissen in Japan und dem anhaltenden geopolitischen Risiko wieder erholt hätten, seien koreanische Unternehmen als Nutznießer der nun wieder besseren globalen Wachstumsaussichten eingestuft worden.
Gerechnet seit Jahresbeginn haben sich die ASEAN-Märkte wieder einmal besser entwickelt als die asiatischen Börsenplätze insgesamt. Die Gründe dafür waren die vergleichsweise starken Währungen dieser Länder sowie die unerwartet hohen Gewinne an Märkten wie Thailand. Ein Unsicherheitsfaktor, mit dem die Anleger derzeit jedoch zu kämpfen haben, ist das im Juni bevorstehende Auslaufen des zweiten quantitativen Lockerungspakets (der so genannten QE2-Maßnahmen) der US-Notenbank. Obwohl ein Rückgang der Liquidität an den Märkten vorübergehend einige Wertschwankungen auslösen könnte, kann eine solche Entwicklung unter Umständen aber auch positive Auswirkungen in Form sinkender Rohstoffpreise haben, so das Fondsmanagement. Dies sollte dann dazu beitragen, die Inflation einzudämmen, so dass der Druck auf die asiatischen Staaten, ihre Geldmarktpolitik weiter zu verschärfen, nachlassen würde.
