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25.05.2011 13:33 — Lustloser Aktienmarkt bei stockendem Aufschwung

Frankfurt (fondsweb) - Das globale Wirtschaftswachstum scheint an Fahrt zu verlieren. Einige der wichtigsten Schwellenmärkte haben auf die Inflation reagiert und ihre Zentralbanken haben Sparmaßnahmen eingeleitet, die die Erwartungen übertreffen, so Léon Cornelissen, Chefvolkswirt Research von Robeco Asset Management.


Man sollte in den kommenden Monaten nach Meinung des Fondsmanagements nicht zu sehr auf Aktien setzen, obwohl wir der Meinung sind, dass Risikoprämien über einen Zeitraum von zwölf Monaten positiv ausfallen werden. Der Unterschied bei den Ertragskorrekturen zwischen zyklischen Sektoren und ihren eher defensiven Gegenstücken werde geringer. Das sei ein weiterer Indikator dafür, dass positive Überraschungen im Verlauf dieses Wirtschaftszyklus immer unwahrscheinlicher werden.


Im Aktienbereich ziehen wir Nordamerika und die Schwellenmärkte Europa vor. Die Ertragskorrekturen in beiden Regionen fallen besser aus. Darüber hinaus sind die Konsumenten in den USA endlich wieder aktiv und die Exporte werden von der Schwäche des Dollars profitieren. Auf den Schwellenmärkten sind die Inflationsrisiken in den Griff zu bekommen, nachdem Sparmaßnahmen eingeleitet wurden und die Lebensmittelpreise zurückgehen - bei gleichzeitig gesunden Staatsfinanzen, heißt es weiter.


Die Fondsgesellschaft habe eine leichte Präferenz für zyklische und defensive Sektoren im Vergleich zum Finanzbereich. Seit geraumer Zeit seien die Ertragsentwicklungen im zyklischen Bereich robuster ausgefallen als in anderen Sektoren. Die Wachstumsraten beim Ertrag und die geänderten Ertragsschätzungen hätten sich angenähert. Der Finanzbereich wäre nach Meinung von Cornelissen bei einer möglichen Restrukturierung der Schulden in der Eurozone am ehesten gefährdet.


Die Unternehmensanleihen seien vom Rückgang der Wirtschaft nicht betroffen. Wir glauben, dass es noch weiteren Spielraum für die Einengung der Spreads gibt, wenn man die geringen Ausfallquoten und die Verbesserung der Kreditqualität berücksichtigt, so Cornelissen.


Die Aussichten für die Rohstoffpreise bleiben nach Meinung des Fondsmanagers langfristig gut. Kurzfristig würden die Aussichten jedoch vom Nachlassen der sozialen Unruhen im Nahen Osten beeinflusst. Außerdem würden die Produktionslevels vermutlich auch von ihrem historischen Hoch zurückgehen, was weiteren Druck auf die Preise ausüben könnte.

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