Düsseldorf (fondsweb) -Eine hohe Inflation und steigende Löhne können nach Ansicht von Sanjiv Duggal, Fondsmanager des HSBC GIF Indian Equity, Indiens Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflussen - sowohl absolut betrachtet als auch im Vergleich zu anderen wichtigen Handelspartnern. In Bezug auf die Inflation erwartet der HSBC-Fondsmanager im dritten Quartal 2010 aufgrund der schnell wachsenden Wirtschaft einen Höhepunkt und einen darauf folgenden Rückgang. Duggal rechnet damit, dass die Löhne künftig weiterhin steigen werden.
"Indien hob nach nur zwei Monaten die Regelung auf, dass staatliche Unternehmen mindestens 25 % ihrer Anteile privatwirtschaftlich handeln müssen. Nun sind staatliche Unternehmen dazu verpflichtet, in drei Jahren ein Minimum von zehn Prozent privater Anteilseigner zu haben. Die private Beteiligung an nicht staatlichen Unternehmen muss aber weiterhin mindestens 25 % betragen", heißt es weiter. Duggal sei sich nicht ganz sicher, welche Gründe zur Umkehrung dieser Regelung geführt hätten. Dennoch sei er von dieser Entscheidung enttäuscht, da eine 25-prozentige Streubesitzregelung einen Rückgang der Staatsbeteiligung an öffentlichen Unternehmen zur Folge gehabt hätte. Dadurch wäre es Duggal zufolge möglich gewesen, Kapital zur Reduktion des Haushaltsdefizits aufzubringen.
Der Automobilabsatz ist laut HSBC-Fondsmanger im Monat Juli auf neue Höchststände gestiegen. Duggal erwartet, dass sich das Absatzwachstum auf circa 20 % erhöht. Das historische Niveau liege hier bei 13 bis 15 %. Unternehmen aus der Automobilbranche machten rund acht Prozent des HSBC-Indian-Equity-Portfolios aus. Der Fondsmanager behält seine ebenfalls positive Stellung gegenüber dem Energieversorgersektor aufgrund der Knappheit von Strom in Indien bei.
