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26.05.2010 10:49 — HSBC: Marktkommentar zu Asien Mai 2010

Luxemburg (fondsweb) - In einem aktuellen Marktkommentar schätzen die Asienspezialisten von HSBC Global Asset Management in Hongkong die aktuelle Lage an den asiatischen Aktienmärkten ein:


Zu Asien ex Japan heißt es: "Angesichts der sich verschärfenden Schuldenkrise in Europa kehrt die Risikoscheu an die globalen Märkte zurück". Dies könnte nach Einschätzung des Fondsmanagements von Halbis Capital Management (Hong Kong) Ltd. ("Halbis") dazu führen, dass die Korrelationen zunehmen und auch die Aktienmärkte fallen. Die asiatischen Märkte seien gegen einen Kursverfall und einen Nachfragerückgang in Europa und anderswo nicht immun. Allerdings würden die Säulen, auf denen die positive Entwicklung der asiatischen Aktienmärkte ruht, dem fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management zufolge tragfähig bleiben: vernünftige Bewertungen, reichlich Liquidität und eine anscheinend robuste globale Nachfrage.


In Asien machen sich die Investoren nach Ansicht von Halbis weiterhin Sorgen, inwieweit die Regierungen in China und Indien die Zügel anziehen. In beiden Fällen normalisierten die Behörden angesichts des starken Wirtschaftswachstums die Geld- und Fiskalpolitik. Dies und die Lage in Europa lassen laut der fundamentalen Spezialisten von HSBC Global Asset Management erwarten, dass der Handel auf längere Zeit in engeren Spannen stattfindet. "Das Risiko einer übergreifenden Korrektur an den globalen Märkten nimmt dabei zu", so die Experten.


Die Halbis-Experten würden hinsichtlich asiatischer Aktien insgesamt bei der positiven Einschätzung bleiben und überzeugende Positionen in Schwächephasen aufstocken. "Die Priorität der fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management liegt wie immer darin, attraktive Aktien herauszufiltern, wobei die entsprechenden Unternehmen durch ihre Marktposition nachhaltig Gewinne erwirtschaften, finanziell stark sind und gut geführt werden. Diese Unternehmen dürften trotz kurzfristiger Marktschwankungen zu den langfristigen Nutznießern der anhaltenden asiatischen Wachstumsstory gehören", heißt es in dem Kommentar.


In China erwarten die fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management eine Zunahme des politischen Risikos, weil die Zentralregierung mit verschiedenen Maßnahmen die Immobilienpreise stabilisieren will. Halbis geht davon aus, dass die Immobilientransaktionen in den kommenden Monaten abnehmen werden. Zudem habe die Notenbank Anfang Mai erneut die Reservequoten für die Großbanken angehoben. "Die Experten von Halbis schätzen, dass damit rund 300 Milliarden Renminbi an Liquidität abgeschöpft und somit das Kreditwachstum gehemmt wird", heißt es weiter. Da die Notenbank die Reservequoten in diesem Jahr schon mehrfach angehoben habe, um Konjunkturüberhitzung und Inflation vorzubeugen, dürfte eine Leitzinserhöhung im zweiten Quartal weniger wahrscheinlich werden. Die fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management schätzen, dass der Renminbi im zweiten Quartal wieder stetig aufwertet. Für das gesamte Jahr dürfte die Spanne zwischen drei Prozent und fünf Prozent liegen. Der Einkaufsmanagerindex habe weiter zugelegt. Zudem sei der Auftragseingang im Maschinenbau und der metallverarbeitenden Industrie stark gewesen. Halbis bewertet den chinesischen Markt neutral.


Indien dürfte nach Ansicht der Halbis-Experten die Leitzinsen im weiteren Jahresverlauf stetig anheben. Die Notenbank wolle die Zinsen normalisieren, dabei aber ausreichend Liquidität gewährleisten und die Inflation im Zaum halten. Positiv für die Staatsfinanzen dürften sich Halbis zufolge die Erlöse der Mobilfunkauktion auswirken, die rund doppelt so viel einbringen dürfte wie die angepeilten 7,6 Milliarden US-Dollar. "Die Konsensus-Gewinnschätzungen haben sich im März nach Monaten der Stagnation leicht nach oben bewegt. Für den SENSEX wird jetzt ein Gewinnwachstum je Aktie für 2010 von 2,1 % und für 2011 (jeweils zu Ende März) von 23 % erwartet. Die Schätzungen für 2012 sind großenteils zum Besseren revidiert worden", so die Spezialisten. Der MSCI India Index habe sich noch weiter von den fünf- und zehnjährigen Durchschnittsbewertungen weg bewegt. Die fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management empfehlen weiter die Strategie, das Portfolio mit dem Kerninvestment Indien bei starken Märkten zu trimmen und in Schwächephasen zuzukaufen.

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